Über mich
Ich wollte nie einfach nur reiten lernen.
Ich wollte Pferde verstehen.
Pferde reagieren nicht grundlos.
Pferdeausbildung braucht Verständnis
Pferde und Menschen sprechen unterschiedliche Sprachen. Deshalb entstehen häufig Missverständnisse. Die gute Nachricht ist: Man kann lernen, Pferde zu verstehen – und lernen, sich ihnen verständlich zu machen.
Genau das hat meinen Weg geprägt.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie frustrierend es ist, wenn das Pferd nicht so mitarbeitet, wie man es sich wünscht. Mein größter Wunsch war es, Pferde wirklich zu verstehen – und von ihnen verstanden zu werden. Ich wollte verstehen, wie Pferde lernen, warum sie so handeln, wie sie handeln und wie Ausbildung verständlich, fair und gleichzeitig zielführend sein kann.
Dieser Wunsch führte mich zunächst zu einem Studium der Pferdepsychologie, das die wissenschaftliche Grundlage meiner Arbeit bildet. Es folgte eine Horsemanship-Ausbildung mit dem Schwerpunkt Jung- und Problempferde. Anschließend machte ich mich als Trainerin selbstständig und durfte viele Pferd-Mensch-Paare dabei begleiten, sich gegenseitig besser zu verstehen.
Mit den Jahren wurde die klassische Dressur zu einem weiteren wichtigen Schwerpunkt meiner Arbeit. Sie ergänzt für mich das Verständnis für Verhalten und Lernen um die körperliche Ausbildung des Pferdes. Besonders geprägt hat mich die klassische Dressur nach Anja Beran. Ihre Art zu reiten und Pferde auszubilden hat meinen Blick auf gute Dressur nachhaltig verändert. Bis heute ist sie für mich ein großes reiterliches Vorbild.
Ebenso inspiriert mich die Freiarbeit von Nadine Lindblom. Sie zeigt eindrucksvoll, wie viel Motivation, Präzision und Qualität auch in einem vollständig zwanglosen Training entstehen können. Diese Gedanken fließen ebenso in meine Arbeit ein.
Je tiefer ich in die Pferdeausbildung eingestiegen bin, desto mehr habe ich verstanden, wie komplex sie tatsächlich ist. Vieles, wovon ich früher überzeugt war, betrachte ich heute deutlich differenzierter und bin überzeugt auch auf meinem weiteren Weg immer wieder Dinge und Zusammenhänge neu zu verstehen und dazuzulernen.
Vertrauen lässt sich nicht erzwingen.
Es wächst.
Das ist confuzius
Mein größter Lehrmeister
Vor neun Jahren kam er als knapp vierjähriges Springpferd zu mir. Seitdem haben wir viel erreicht – und mindestens genauso viele Rückschritte erlebt.
Schon von Beginn an, haben wir uns bei der Freiarbeit amüsiert, haben mit Springtraining begonnen und heute zeigt Confuzius eine kleine Piaffe und beginnt zu passagieren. Darauf bin ich unglaublich stolz.
Unsere Tiefpunkte waren dagegen zwei einjährige Verletzungspausen und viele weitere gesundheitliche Baustellen. Zeiten, in denen nicht klar war, ob er eine Zukunft als Reitpferd haben kann.
Wir haben uns durch all das durchgekämpft und ich bin glücklicher denn je dieses Pferd an meiner Seite zu haben.
Denn ich glaube, dass es in der Pferdeausbildung – wie auch im Leben – nicht darum geht, irgendwann ein großes Ziel zu erreichen und dort endlich glücklich anzukommen.
Vielleicht geht es darum, den Weg dorthin zu lieben und zu feiern, wie man sich jeden Tag ein Stückchen besser kennenlernt. Eigene Ziele anzupassen, wenn das Pferd oder die Situation es verlangen, kann ziemlich hart sein. Aber im Laufe der Jahre wurde mir immer klarer, dass das, was mich wirklich glücklich macht ist, wenn ich merke, dass es Confuzius gut geht und er gerne seine Zeit mit mir verbringt. Ob das bedeutet, dass wir Dressurtraining haben oder einfach auf der Koppel eine Runde Freiarbeit machen.
Er ist immer freundlich, neugierig, motiviert, offen für Neues und wunderschön. Sein Blubbern, wenn er mich begrüßt, gehört für mich zu den schönsten Geräuschen auf der Welt.
Denn bei all den Zielen, Erfolgen, Rückschritten und neuen Anläufen ist eines immer geblieben: meine Freude und Bewunderung für dieses Pferd.
Danke für alles, Confuzius!
Wie alles begann
Mein Weg
2001
Der Ursprung meines Weges
Als Jugendliche bekam ich als Reitbeteiligung Schwierigkeiten mit einem Pferd. Die Lösung meiner damaligen Trainer: Ich müsse mich einfach mehr durchsetzen. Auch um mich herum schien es üblich, Schwierigkeiten mit mehr Druck zu lösen. Doch das brachte keine Verbesserung – und ich fühlte mich dabei zunehmend unwohler.
Ich spürte: So kann das nicht richtig sein.
2006
Freiarbeit als roter Faden
Die Freiarbeit ist seit vielen Jahren ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Dabei hat sich mein Blick darauf über die Jahre hinweg immer wieder verändert: Heute geht es für mich nicht darum, das Pferd zum Gehorsam zu bringen. Vielmehr geht es darum, genau hinzuschauen: Macht ein Pferd mit, weil es muss – oder kann ich ihm vermitteln, dass es Spaß macht, mit mir zu arbeiten? Diese Erfahrung empfinde ich als unglaublich erfüllend.
2007-2009
Horsemanship &
Jungpferdeausbildung
Während eines einjährigen Praktikums in einer Sattlerei in Frankreich lernte ich das Gestüt La Cense kennen und absolvierte dort meine Ausbildung. Ich lernte, junge und schwierige Pferde von den ersten Schritten an nachvollziehbar, logisch und fair auszubilden – vom ersten Aufhalftern bis zur Freiarbeit.
2010-2011
Pferde verstehen lernen
Der Wunsch, Pferde wirklich zu verstehen und mich ihnen verständlich machen zu können, ließ mich nicht mehr los. Deshalb studierte ich Pferdepsychologie an der ATN und legte damit die theoretische Grundlage für meine spätere Arbeit.
2020
Klassische Reitlehre
Auf der Suche nach einer ebenso pferdegerechten körperlichen Ausbildung führte mich mein Weg zur klassischen Reitlehre. Besonders geprägt hat mich dabei Anja Beran. Ich besuchte zahlreiche Seminare und Onlinekurse, nahm mehrfach am internationalen Workshop „Get the Spirit“ teil und durfte schließlich auch mit meinem eigenen Pferd bei ihr trainieren. Bis heute trainiere ich regelmäßig bei ihrer langjährigen Schülerin Stefanie Seebauer.
selbstständig seit 2009
Heute:
Verstehen verändert Pferdeausbildung
Heute möchte ich weitergeben, was ich auf meinem eigenen Weg über Pferde gelernt und verstanden habe. Denn ich glaube: Verstehen verändert Pferdeausbildung.
2020
Verstehen verändert pferdeAusbildung
Was du über mich wissen solltest
Ich möchte dich zum Ausbilder deines Pferdes machen. Mein Ziel ist, dass du mich irgendwann immer weniger brauchst.
Ich suche den Fehler nie beim Pferd. Auch wenn das manchmal anstrengend für dich sein kann.
Mir ist wichtig, dass du nicht nur verstehst, was du tun sollst, sondern vor allem warum.
Ich bin offen für deine Ideen. Du kennst dein Pferd am besten.
Ich hinterfrage Dinge, die für andere vielleicht längst selbstverständlich sind.
Ich kann mich ehrlich für einen winzigen Fortschritt begeistern, den sonst wahrscheinlich niemand bemerkt.
Ich glaube, dass wir von unseren Pferden mindestens genauso viel lernen können, wie sie von uns.